05533/405-59
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Teil 10

CCCLXX a.

 

Sifried. v. Hauersford Knape genehmigt den von seinem Bruder Arnold an Hermann G. v. Everstein und deßen Sohn Otto geschehenen Verkauf der Vogtei zu Bevern und eines Theils des Sollings. 1345, Dec. 21. Nov. 2007

A. d. Origin. in Hannover.

 

CCCLXXI.

 

Hermann Gr. v. Everstein gibt dem Kloster Barsinghausen eine Pfanne in der Saline zu Münder. 1350.

In einem Barsinghazs. Urk. Verzeichniße angezeigt.

 

CCCLXXII.

 

Siverd edler herr v. Homborg u. s. Sohn Rolef schließen mit Gerh. Bisch. in Minden und Adolf Gr. v. Seowenborg auch Adolf deßen Sohne ein Büntniß, nehmen jedoch den Herz. v. Braunaschweig, Ernst den j. und Otto Gr. v. Everstein Siverd’s Schwager aus. 1351. Mai 8.

 

Scheid in Mantissa doc. p. 418

 

CCCLXXIII.

 

Otto edler Domicellus Graf v. Everstein überläßt dem Kl. Amelungsborn 3 Hufen bei Bredenvörde. 1351. Juni 12.

 

Nos otto D. g. nobilis Domicellus Comes de Everstene ― Volumus esse notumquod de consensu fratrum nostrorum Hermanni. Johannis. Ottonis. Meynardi — vendidimus ― Dno Abbati et Conventui monasterii Amelungsborne ― III manso in campo villae nostrae Bredenvorde sitos quorum suos possidet Conradus dictus Eckhof alium autem Henneke viseles cum areis suis in eadem villa ― pro XXX marcis puri aegenti quas pater noster b. m. dictis Religiosis in testamento suo ultimo pro animae suae remedio et pro plurimis debitis in quibus eis iuste obligatus fuerat assignavit ― dicti quoque Religiosi nobis cansesserunt quod nos ― dictos III mansos ― reemere poterimus pro XXX marci eiusdem argenti puri ― Datum ao Dni  MCCCLI  in octaua Pentecostes.

A. e. Amelungsbornschen Urk. B.

 

CCCXXIV.

 

Otto Graf v. Everstein Domherr in Hildesheim und Probst in Hameln verspricht dem Sigfrid v. Homburg, seinem Neffen, (nepoti suo) daß das, zwischen dem Schloße Osen und Nord-Osen in der Weser angelegte Fischwehr (gurgustium) so lange als es dauere, bleiben solle.  1353

 

Angezeigt bei Hoffmann in var. Sax. III. (MS)

 

CCCLXXXVI.

 

Wilhelm Herzog v. Braunschweig und Lüneburg verpfändet an Sifid v. Homborg und deßen Sohn Heinrich für 724 Mark die Hälfte des Schloßes Osen. Bürgen waren:  Adolf Graf v. Schowenburg, Johann Graf v. Spiegelberg Otto Graf v. Hallermund, Besecken v. Vreden, Wulbrand v. Reden Wulbran des Aelteren Sohn, Arnold Hacke, Werner v. Leiden, (Reden?) Bertolds Sohn, Hermann Bock v. Northolz, Timmo Bock u. Gerhard v. Dorzem. 1361. März 7. Mitfasten.

 

Aus Hofmann’s Var. Saxom. III. (Handschr.)  In dem Ehrenkleinod P. II. e. e. diese Urkunde in das Jahr 1365.

 

CCCLXXXVII.

 

Albrecht u. Johann Herz. v. Braunschw. verpfänden an Sifrid v. Homborg die ganze Hälfte ihres Schloßes Everstein.  1364. März 24.

 

Abgedr. in Orig. guelf. IV. 505.

 

CCCLXXXVIII.

 

Hermann Graf v. Everstein und sein Bruder, Junker Bernard bekennen, dem edlen Manne, Junker Simon, Junker v. d. Lippe schuldig zu sein 30 löthige Mark Silbers Hamelnscher Witte und Wichte und sezen ihm dafür ein: 3 Mark deßelben Silbers, in ihrer Rente aus dem Dorf Wenden der Herrschaft zu Everstein oberhalb Heynszusen, wie sie solche von ihrem Bruder Otto hatten.  1365. April 28. (Deutsch.)

 

Nach einer vom Original in Detmold gemachten Abschrift. An dem Original sollen 2 runde kleine Siegel sein, welche einen aufgerichteten gekrönten Löwen und die Umschriften: S. hermanni De Everstein und † ... Bernardi D. Everstein. zeigen.

 

CCCLXXXVIII a.

 

Junker Otto von Tekenborch bezeugt, daß er von der edlen Frau Ryckarde welche die Frau war des edlen Mannes Herrn Bernhardes Herrn zu Lippe, von Adelheit seiner Frau, Heilwich der Tochter Bernhards und der Ryckardis, auch von Metten des Grafen Henrichs v. Hoöstein Tochter (In der Urkunde ist nach den Worten: und metten greuen hinrikes Dochter van holsten noch der Beisaz zu lesen: unser dochter Dochter.) erwählt sei das Erbe zu verwalten, und über die Leibzucht der Rickardis auch über die Aussteuer von Adelheit, Heilwich und Mette zu verfügen; ferner, daß, wenn man Geld suchen müßte, solches mit Rath des Grafen Alf und des Junker Otto Brüder v. Schowenburg, und wenn sie verstorben, mit Rath des Grafen Otto v. Everstein oder des Grafen Bernhard v. Bentheim geschehen solle. Diese Urkunde besiegelten Otto von Tekeneborch, sein Vater Graf Niklaus, Lubbrecht v. Auenstrod, und Cord der Jude. 1365 an dem hilghen Daghe s. gregorii eines hilgen pauestes.

 

Nach einer gleichzeitigen Abschrift  im Detmolder Archive.

 

CCCXCIV.

 

Heinrich, Bischof v. Paderborn verpfändet für 250 Mark Pfennige dem Grafen Otto v. Everstein ein Viertel des Schloßes zu Lühr. 1371. März 2.

 

Wy Henrich von godes gnaden Biscop zu Paderborn bekenned und betüged in dessemopenen Brefe vor uns und vor unse Nakomelinge dat wy mid willen und vulbord der ersamen Heren, Domprovestes, Domdeskens und des menen Capitels to Paderb. hebbet vorsat und vorfettet in dissem Breve deme edlen Heren Hern Otten greven van Eversten und sinen rechten erven enen verden del, dat unses Stichtes is, van dem slote to Lüde vor twe hundert und viftich mark Pfennige also in der stad tho Sosat geinge und gheve sint, de ey en schuldich sin von sculd von des stichtes wegene von Colne, und solen se des verden deles des slotes mid allen thobehorigen des verden deles bruken laten also lange, wente wy odir unse makomelinge en dat aflosen vor de selven summen geldes, und solen en don de betalinge uppe deme rathus in dem slote tho Lüde, und wanner de betalinge gheschen is uppe deme rathus vorgescreven, so solen unse borgere to Lüde der Huldinge los wesen, de se dem greven von eversten und sinen erven ghedan hadden mit deme verden dele des slotes, dat se danne uns unsen nakomelingen und unsem stichte solen weder antworden ledich und los. tho tüge disser dingh hebbe wy und unses Capitels ingesegele an disen bref ghehangen; und wy Domprovest, Domdeken und dat meine Capittel tho Paderb. tho tüge unses vulbordes hebbet dessen Bref mid unses Capitels insegele besegelt laten. Datum Dominica Reminiscere Anno domini MCCCLXX primo. Und wy Her Otto edelman greve von eversten vor uns und vor unse erven bes knned und betüget in dessem breve, dat wynicht mer rechtes en hebben an dem verden dete des slotes tho Lüde, dan also vorescreven steyt, und lovet vor uns und vor unse erven an guden truven alle disse vorscrevene dingh stede und vaste tho haldene sunder argelist Biscop hinrich vorgenant und sinen nakomelingen, und deme Capitele tho Paderborn und dat wy oder unse erven solen en tho der Lose staden und nehmen de von on ben des to tüghe vor uns und vor unse erven unse ingesegel an dissen bref ghehangen laten. datum anno et die quibus supra.

 

Nach einer vom Original genommenen Abschrift. Das Siegel desGrafen v. Everstein zeigt einen gekrönten Löwen mit der Umschrift: Sigillum Oddonis Comitis de Eversteyn.

 

CCCXCV.

 

Cuno Erzb. v. Trier, Administrator und Vormunder des Stiftes von Cöln bekennt, daß er den Paderbornschen Bischof Heinrich, Marschalk in Westfalen, zu seinem Drosten und Amtmann im Lande von Arnsberg gesezt habe, also daß er dieses nebst sämmtlichen Insaßen auf seine Kosten treulich beschirmen und vertreten soll, wie sein eigenes; daß er demnächst wieder zurückgeben, und alle Renten, gulde, un Nuzungen durch einen von ihm und dem Erzbischofe zu sezenden Rentmeister einnehmen, davon alle Mannlehne, Burglehne. der Gräfinnen ihre Gulde, welche vom Lande zu bezahlen, ausgeben, und das übrig Bleibende jährlich theilen, auch nicht mehr vom Stifte Cöln fordern soll.  1371. März 9. Nach einer Abschrift. s. a. Schaten ad ann. 1371.

 

CCCXCVI.

 

Heinrich Bischof v. Paderborn löset in Auftrag des Trierschen Erzbischofes Cuno, als Administrators des Stiftes Cöln,den dem Stifte Cöln gehörigen Theil der Stadt Lugde von Otto Graf v. Everstein ein. 1371.  März  16.

 

Wy Henryk van Goitz gnaden Bisscob to Paderburne bekennet ind betughet oppenbare in diessen brieve vur uns onse Nakomelinge ind onse gestichte to Paderborne, dat wy van gehete des erwerdigen in Goide vader ind hern onsen lieven gnedigen heren. heren Cunen Ertzb. to Triere ind Vurmunders des Gestichtes van Colne geloft hebben des Gestichtes van Colne Del der stad ind des anpts to Lude mit dem gerichte mit luden und mit allen rechten gulden ind renten die dar to gehoren van herren Otten Greven to Everstein vur derdehalf hundert Mark pennynge alf to Soist ginge ind geve synt. ind der Seven eynen alden Coninx Turnois geldet ind hebbet die loise gedan na uitwisinge der brieve die wy onder einander over dat Marscalcampt to Westfalen gegeven hebbet in aller wife as hirna gescreiven steit also dat ons onse vurgl. herre van Triere eyn ... Ertzb. van Colne to der tyd ofte dat gesticht van Colne dat vurgl. Del der stad to Lude des amptes Gerichtes lude ind alle rechten rente de dar to horet nicht aflosen enscolen sy enlosen dat myt dem Marschalcampte vurgl. na uitwisinge der brieve de dar over gegeven synt Weraver dat Marschalcampt loisten ind engheven ons to derseluen tyd nicgt weder de vorg. derdehalf hundert Mark so scolen sy ons rowelichen laten besitten in dem Coilschen dele der stad tho Lude myt allen tobehorigen also lange went sy ons weder geven derdehalf hundert mark vurgl. unde wy scolen die vurgl. Stat to Lude by allen yren alden rechten ind gewonheiden laten . .  Ouch mugen seck de vurgl. onse here van Triere eyn Ertzb. van Colne to der tyd dat gestichte van Colne ind ere Amptlude behelpen weder alre malken mit der stat to Lude vorgl. also dat yn dat oppen syn scal to allen eren noiden. Ind wanne sy ons dat vurgl. Del der stat to Lude mit den tobehorigen affgeloist hebben als vurgl. is, so scolen die Burgere der hulginge quyt ind lois sin de vile aver des nicht engeschied so scolen wy onse nakomelinge ind dat gesticht to Paderburnede vurgl. stat to Lude in der huldinge beholden also lange went uns de vurgl. derdehalf hundert Mark deger und al betalet werden und des to Orkunde hebbe wy unse ingesegel vur uns unse nakomelinge ind unse gestichte laten gehangen an disen bries dey gegeven is in den Jaren uns. heren Dusent dryhundert und eyn seventzich des Sunnendages iuder vasten als men singet letare.

 

Aus Kindlingers handschr. Nachlaße Th. LXXX.  S.  126.

 

CCCXCVII.

 

Heinrich Bischof zu Paderborn verpfändet mit Einwilligungdes Dom-Capitels an Symon Wend und deßen rechte Erben für eine Schuld von !00 Mark löthigen Silbers Warburger Wichte und Wehrung an dem halbenTheile der Stadt Luede, welche vom Stifte zu Cöln dem Bischof eingeräumt war, die Hälfte, also ein Viertel der ganzen Sradt mit Gericht, Amt und deßen sonstigen Zubehörungen.Er behielt sich vor, daß die Stadt ihm offen, Symon Wend während der Pfandschaft zu treuen Dienste verpflichtet sein, ihm und den Stifts-Personen aus der Stadt keinen Schaden thun, in streitigen Fällen mit Stifts-Unterthanen nach des Stifts recht und Gewohnheit Recht nehmen, bei Strietigkeiten mit Andern aber des Bischofs Hülfe sich gewärtigen, oder wenn diese nicht erfolgen könnte auch bei unerwarteten Anfällen, sich aus dem Schloße vertheidigen solle. Dem Symon Wend war die Wiederbezahlung nach Kündigung in Lüde und sicheres Geleit für das Geld zwei Meilen von der Stadt versprochen ihm auch gestattet, wenn die Bezahlung zur rechten Zeit nicht erfolge, die Pfandschaft einem oder zwei Stiftsmannen, oder welche innerhalb des Stiftes wohnten, nur nicht an Herren zu überlassen. 1371. Mai 6. die b. Joan. apost. ante portam latinam.

 

Nach einer Abschrift aus den Var. Colleg.  S. J. Paderb. I. 151.

 

CCCXCVIII.

 

Agnes Gräfin v. Everstein ge. Edle v. Homborg trifft mit Herman Grafen v. Everstein, Domherrn in Cöln und Hildesheim, eine Verabredung, wie es bei erfolgendem Todesfalls ihres Sohnes Hermann gehalten werden soll. 1374. Juni 5.

 

Wy Agnese van de Ghnade Gotis Greuinne to Eversteyn bekennet in dissem openen Breue, dat wy gedegedinget hebbet van unsis Sons weghen Greven Hermane van Euersteyn mit Rade onser ond onsers Sons maghen ond Mannen. Were dat Greve Herman van Euersteyn vnse Sone afginge ane lives Cruen, des God nicht enwlle, So scholde wi afgaben mit vnser Liftucht vund Greuen Hermanne van Euersteyn vnsirs Bolen Domheren to Kolne vnd to Holdenß. de Herschop to Euersteyn antworden vnvortoget ane Osen half dat der Herschop von Euersteyn hos ret vnd is. dat scholde wy Vnse Vader vund vnse Broder her Syurd vnd Her Henrich Heren to Homborch hebben vnd beholden to truwer hant Resen vnser Dochter vor achte hundert lodige mark siluersHemelscher Wichte vunde Witte eft de levendewere eder vnberaden er der tyd. Vnd to der helfte desses seluen vorgenamden Huses dar heft vnse vorgenante Bole Greue Herman to Euersteyn to gemaket vnd bewiset Sestig lodighe mark Geldis in sulken steden also de bref utwiset den he vns darup ghegeuet heft. Vnd welke tyd vnse Bole oder sine erun dat Geld utguet eder we de Herschap hette na synen Dode vnd dat Geld legede by dem Rad to Hamelen also dat vns vnbeworen worde. So schole wy vnse Vader vnd vnse Bole her Syverd vnd Her Heinrich Heren to Homborch Greuen Hermann van Euersteyn Domheren to Kollen, vnd to Hildenß. vnd syne rechten eruen eder we de Herschap hette na sime Dode de Helfte des  Slotes to Osen weder ledigh vnd loes antwortin mit aller tobehoringe also vns dat geantwordet is vnd mit deme dat dar to geleget is itz en were dat vns dat afginge van vungelucke des God nicht enwille: vnd were dat datz geschude ane Argelist in welker Wys dat to queme wot wy itz dan behoden dat scholde wy vnd wolden emesinen rechten eruen eder deme de de Herschap hette na sime Dode weder antworten aneWedirsprake. Wanne wy ouk vnse Dochter beraden wolden mit dem vorgenomden Gelde dat se an Osen heft. dar scholde wy to nehmen der heren Rad de hir na beschreven stad alse by namen Vnse Heren Hertoghen Albertes Hertog to Brunswich. eres Omes Greven Otten van Schowenborch greven Hermans vorgenomt  eres Vettern Hern Syverd vnd HernHenrich Heren to Homborch eres elder vaders vnd eres Omes eft se levenden vnd wy se bimmen landes hebben konnden. Vnd wi vnd vnse Greue Herman vanEuersteyn wolden eres berabes allickewol mechtig wesen und beraden se alse wy beste kunden vnd mochten. Were ouk dat se afginge in Dode er se beraden were des God nicht enwille so scholden de vorgescreuen achte Hundert lodige Mark sikuers der Herschop van Euersteyn weder wesen quidt, ledich vnd los. Were ouk dat se beradenwoede myn dan mit Achtehundert Marken wat des myn were dar scolde auer vallen vppe de vorgemompte Herschap van Euersteyn Vnd wi Greue Herman van Euersteyn vulbordet dat vnse Moder gedegedinget heft. Vnd wi Browe  Agnese Greuinne to Euersteyn vnd wi Greue herman van Euersteyn ere Sone louet dit vnse Bolen vnd vnse Vettern Greuen Hermanne van Euersteyn Domheren to Kollen und to Hildenß. in guden truwen vnverbroken stede vaste to holdende ane Argelist vnd hebbet des vnse Ingesegel mit vnser Moder Ingesegel to eyner Bekantnisse an dessen Bref gehangen Vnd eck Albracht Arnd van Meyngodessen gerd van Reben und Wi de Rad van dem Polle hebbet dorch bede willen vnser vrowen vnd vnser Junchern Hermans van Euersteyn eres Sones to tuchnisse hat vns dit witlich is vnd dat dit gedegedinget is vnse Ingesegele an dessen Bref gehanghen. Datum Anno Domini M° CCC° LXXIIIj Ipso die Bonifacii episcopi.

 

Nach einer von dem Detmolder Archive befindlichen Original genommenen Abschrift. Bei dieser ist 6 anhängender Siegel erwähnt, jedoch nur das erstere, der Gräfin Agnes beschrieben. Nach der Angabe erscheint in selbigem ein Baum, an welchem an jeder Seite ein dreickiger Schild besfestigt ist. In jeder ieht man einen aufgerichteten Löwen von der linken Seite. Die Umschrift des ganzen Siegels lautet: S. Agnetis Comitisfe de Eversteyn.

 

CCCXCIX.

 

Curt v. Erlen läst dem Grafen Hermann v. Everstein, die Hälfte des Zehntens zu Dalheim auf.  1374. Juni 11.

Anz. e, Urk. s. CCCLXXX.

 

CCCXCIX a.

 

Joh. v. Bockelsen empfängt auf seine Lebenszeit von Herm. Gr. v. Everstein zu Lehn, den halben Zehnten zu Odere, das Hagengut boven dem Brukampe, den Rottzehnten zu der Hermerschenborch, zwei Hove in dem Felde zu Hermersenm eine Hove bei der Waterbrughe, den Zehnten zu Sebbenhausen und 3 Hove zu Hedeßen. Joh. v. Meyngodeßen untersiegelte die Urkunde. 1375. Jun. 30.

 

Ausz. d. Origin. om K. Archive in Hannover.

 

CCCCX.

 

Simon Bischof v. Paderborn versezt mit Genehmigung des Domkapitels an Hermann Grafen v. Everstein den halben Antheil an der Burg und Herrschaft Schwalenberg auch die Hälfte des Schloßes Lugde mit allem Zubehör für 300 Mark löthigen Silbers Marburger Währung, welche Graf Hermann den Edelen v, Pyrmont bezahlt und dadurch jene Stücke eingelöst hatte, auch noch für 250 Mark Soester Pfennige, für welche Summe ihm schon ¼ des Schloßes Lugde verpfändet war. Ueber die andere Hälfte des Schloßes Lugde, eine dem Stift Paderborn zustehende Cölnische Pfandschaft, ernennt der Bischof den Grafen, als einen bischöflichen Beamten, welcher es auf eigenen Gewinn und Verlust bewahren soll. Die Burgmänner und Bürger sollen ihm huldigen, das Schloß solldem Bischof immer offen und so lange er lebt, nicht eingelöset werden, auch der Versaz-Schilling verlohren sein, wenn beide Schlößer, ausgenommen in dem Falle die Fehde den Bischof anginge, verlohren werden. Der Graf Hermann sezte 10 Bürgen, Burchard v. Schonenberg, Symon v. Wend, Cord Spegel, Wedeking v. Valkenberg und die Knapen Heinrich Spegel Burchard v. Papenheim, Werner v. Kalenberg,Ghir v. Kalenberg, Frederick v. Vlechten undGherd Spegel, welche sich zum Einlager in Brackel verpflichteten, wenn der Vertrag nicht gehalten werde, und nebst dem Grafen Hermann diese Urkunde untersiegelten. 1388. April  3.

Ausz. a. e. Origina-Urkunde.

 

CCCCXI.

 

Hermann Graf v. Everstein v. Everstein erläßt dem Bischof Simon v. Paderboern seinem Neffen und dem Kapitel 100 Mark reinen Silbers von der Summe, wofür ihm die Paderb. Antheile an den Schlößern Schwalenberg und Lüde versezt waren, unter der Bedingung, daß für dieses Geld andere Einkünfte erhandelt würden, welche zur Feier des Gedächtnißes des Grafen, nach der Bestimmung dererjenigen, welche er, wenn er kinderlos stürbe, bezeichnet habe, sonst durch seine Kinder verwandt werden sollten.  1388. Apr. 11.

Anzeige in einem Memorien-Register

 

CCCCXII.

 

Hermann Graf v. Everstein bekennt, daß sein Neffe der Paderbornische Bischof Simon diejenigen 250 Mark Soester Pfennige, wofür seinem verstorbenen Bruder dem Grafen Otto ¼ des Schloßes Lugde versezt gewesen, berichtigt habe. 1388.  Apr.  12.

 

Ausz. einer Original-Urkunde.

 

CCCCXXI.

 

Hermann  nobilis domicellus  Graf v. Everstein, weiset zum Ersaz einer Hufe in Graven, der Küsterei in Corvey, auf 2 Jahre, jährlich 6 Vierthel Roggen, eben so viel Hafer und eben so viel Gerste (6 quartalia triplicis annonae) an.  1394. Juli 16.

 

A. e. alten Urk. Buche.

 

CCCCXXII.

 

Bodo Abt zu Corvey, Hermann Graf v. Everstein und Heinr. Herr zu Homborg verabreden wegen des Schloßes Holzminden eine Burghude und einen Burgfrieden.  1394. Aug. 5.

 

Van Godes Gnaden Wy Bodo Abbet des Stichtes to Corveye, Hermann Greve to Eversteine vnd Henric Here to Homborg bekennen openbahre in düssem Breve dat wy hebbet gedaen vnd doet in düssem jegenwordigen Brefe vnß ein dem anderneine erflike Borghode vnd Borgfrede to Holteßminne de Borghode vnd Borgfrede schall staen vnd wenden also serne alse  de overste borg vnd vorborg begrepen hefft mit Graven vnd mit Tünen vnd dat Wicbelde darvore gelegen, geheten de Grave dor dat wendet vndt also ferne, also dat vnser dryer iß. Ock so schall vnser ein deß andernstraten, wege vnd stege bruken to allen synem Behove vnd Rütt alse ferne, alse Men deß behovet to Holteßminne af vndt toby Nahmen wy Bodo Abbet to Corveye vnd Hermann Greue to Everstein scholen bruken H. Henrikes Hern to Homborg sineß deilß deß dores, des torneß vnd schloteln vndt hewedder vnseß torneß vnd der Not-Porten fort tu brekende vnd to buwende, Wege vnd Stege darto to makende vnd deß by einander to blievende, düsseborghode vnd Borgfrede schall uns ein demandern truweliken wahren vnd wehren helpen na all vnser Macht mit Lande vnd mit Lüden.........(folgende Seiten fehlen)

 

CCCCXXV.

 

Gotschalk v. Wellede Ritter, verkauft mit Einwilligung des Grafen Herm. v, Everstein dem Kloster Wormeln einen Kothhof daselbst.  1396.

 

Anz. e. Urkunde,

 

CCCCXXVI.

 

Derselbe verkauft mit Einwilligung des Grafen Her, v. Everstein dem Kl. Wormeln seinen Theilhof daselbst. Zeugen:  Werner Rodde Pfarrherr in Warburg Joh. Caldehof Rector der Kapelle in Bodenheim Dieterich v. Papenheim Priester. — 1397. Jan. 16.

 

Auszug e. Urkunde.

 

CCCCXXVII.

 

Henning v. Reden wird von neun Landrichtern in Hofgeismar von der, auf Anklage deß Herz. Heinr. v. Braunschweig, wegen Landfriedensbruch, von dem Landrichter Grafen Otto v. Hallermund gegen ihn erkannten Acht frei gesprochen. 1398.  Sept. 14.

 

Wy nageschreuen Landrichtere bekennet openbar in düssir scrift dat vor vns is gewestHennig van Reden Henrikes Son alse D..... to Houegeismar vnde heuet selff drydde to den hilgen beholden vor vns alsewy vore vor recht gewiset hadden, dat  he der dat vnschuldich sy dar de greue Junchir Otte van Hallermund lantrichtere on vmen voewiset hadde vmen clage wilen hennr. Hartigen van des Hochgebornen Fürsten wegen Hertogen Henr. van Luneborch vnd dat eme de Bemane-breue vnde Ladebreue niegeworden en sin des is he weddir an syme rechten wullnkomen wegin mer vorwonnen edir voewiset holden sal. Des to bekanntnisse sind vnse Ingesegel vp dussen Breff des songages vor sinte thomas dage Sub Anno Domini Milmo CCC° XCVIII°

 

Werner v. Falkinberge. tile von Bonhusen Rittere. Henr. von stoinberge Rittere Albrecht von Harthusen. Herman von Harstal. Henr. von Usßlach Thyle schenke h—gustede vnd Sander...... (Stern) landrichter des fredeß.

 

Nach einer vom Original im Detmolder Archive gemachten Abschrift. Das Original ist auf der Rückseiet mit 9 Siegeln bedrückt.

 

 

CCCCXXVIII.

 

Hermann graf v. Everstein stiftet seinem Verwamdten, dem grafen Hermann v. Everstein und deßen Bruder Otto durch Güter in Goltbeck ein Gedächtniß inAmelungsborn. 1398.

Angez. bei Harenberg I. e. p. 1701.

 

CCCCXXVIII a.

 

Die v. Bovenden erkennen gegen Herm. Graf v. Everstein Güter in June, Schneien, Mengershausen, Bordel und Lemmenscheid als Lehn. 1398.

 

Ausz. e. Orig. Urk.

 

CCCCXXIX.

 

Hermann Graf v. Everstein überträgt auf den Fall, daß er mit Ermgard v. Woldege keine männliche Erben erhalten sollte, dem Stifte Paderborn seine Grafschaft Everstein. Von Seiten des Stiftes ist ihm dagegen zugesagt: das Stiftsland zwischen der Weser und dem Osnigge, namentlich Dringenberg, Burg und Stadt Wartberg, Burg und beide Städte Brackel und Borgentrick, Pickelsheim, Burg und Stadt Nieheim, Borcholte, des Stiftes unversezten Antheil an Beverungen, Liebenau, Burg und Stadt Herstelle, Willebodeßen, Gerden, Borde, Bredenborn, die Oldeborch, des Stifts Theil an Dredenborge, )Trendelburg?) deßen Theil an dem Kruckeberge und Helmershausen, an Medericke und dem Kalenberge, an Blanckenau, Clevenberg (Kleinenberg?) und Schwanegge.

 

Ausgenommen sind Steinheim, das Dorf Birckheim und alle geistliche Gewalt und Gerichte. Graf Hermann und sein Bruder Meinhard tragen dem Stifte dagegen ihre Grafschaft Everstein, Mannschaft, Land und Leute, Gerichte und Herrlichkeit, geistliche und Mannlehne, und alle ihre Schlößer auf; namentlich: Polle, Burg und Stadt Artelsen, den Ottenstein, Burg und Stadt Osen und Holzminden zu ihrem0 Antheile, auch Hämelschenburg. Es ist dem Stifte die Huldigung der Amtleute und Schloß-Inhaber, auch zugesagt, daß die zu Polle und Erzen aus Paderbornschen oder Eversteinschen, zum Schilde gebohrnen Mannen genommen werden sollten. Endlich ist festgesetzt: daß wenn Graf Hermann einen Sohn bekomme und dieser 2 Jahre lebe, die Stiftsschößer zurückgegeben, von Töchtern, die erste berathen, die anderen in Klöstern versorgt werden sollten. 1399. Jan. 7.   

 

Auszug einer Urkunde bei Grupen de Comit. etc. I. 778 – 780 Dieser Vertrag ist bis jetzt nirgends zu finden gewesen; s. übrigens Gobelin Persona in Cosmodrom.  bei Meibom in Rer. Germ. T. I. p. 318.

 

CCCCXXIX a.

 

Hermann Graf v. Everstein entbindet seinen Oheim den Grafen v. d. Hoya Bischof v. Paderborn für den Fall, daß dieser einen Nachfolger erhalten wird, von dem ihm geleisteten Versprechen, und erlaubt ihm, so lange er Bischof sein wird, den Hof Sternberg *) in Paderbornzu gebrauchen und nach seiner Nothdurft  mit Korn zu belegen, jedoch mit Vorbehalt der ihm darauf gegebenen Rechte. 1399. (fer. 5t. post epiph.) Jan. 9.

 

 *) Das Domkapitel in Paderborn übertrug am 21. Sept. 1371 dem Pad. Bischofe Heinrich den Hof Sternberg (curiam claustralem) welcher dem Kapitel, wegen Ersazes des ihm, an seinen Gütern in Lippspringe von einem Grafen v. Waldeck zugefügten Schadens gerichtlich zuerkannt war. (Ungedr. Origin. Urk.) Nach einer andern Original-Urkunde) (ungedr.) vom 17. Sept. 1395 überließen Heinrich alter Graf v. Waldeck, und seine Söhne Adolf junger Graf v. Waldeck und Heinrich Edler v. Waldeck dem Paderb. Bischofe Johann v. d. Hoya, ihre erblichen Rechte, an ihrem vierten Theile der Burg und Stadt Liebenau, wie sie solche bisher gehabt, und entsagen gegen den Bischof allen Ansprüchen an dem Hofe Sternberg inneralb Paderborn. In diesem Hofe, welcher vielleicht noch zu den Gütern der von den Vorfahren der Grafen beseßenen Vogtei gehörte, versammelt sich jetzt das Königl. Ober-Landesgericht.

Anzeige e. Orig. Urk. mit einem kleinen Siegel des Grafen Hermann versehen.

 

CCCCXXX.

 

Hermann Graf zu Eversteyn bekundet die Bürger der alten Stadt Wartberg bei aller freiheit, alter Gewohnheit, Ehre und bei allen rechten, welche sie vom Stifte zu Paderborn und dem Bischofe haben, laßen und die ihnen gegebenen Briefe halten, auch ihre Rechte bessern zu wollen. 1399. April 5.

 

aus dem im Warburgischen Stadtarchive vorhandenen Original.

 

CCCCXXX a.

 

Hermann Graf zu Eversteyn vereinigt sich für sich, seine Untersaßen, sein Land und seine Leute mit Simon Herrn zu Lippe, daß sie wechselseitig nicht Feinde werdenwollen; auch wie es gehalten solle, wenn zwischenihren Untersaßen Streit entsteht; ferner daß sie sich helfen wollen. Graf Hermann nimmt jedoch den Bischof v. Paderborn und das Stift aus. Datum sabbatho post vincula petri (Aug. 2.) Anno domini  MCCCCXC nono.

 

Nach dem Original im Detmolder Archive.

 

CCCCXXX b.

 

Hermann Graf v. Everstein verspricht dem edlen Simon zu Lippe Hülfe, wenn er mit den v. Cersen Fehde bekomme. 1399. Aug. 2.

 

N. d. Orig. eben daselbst.

 

CCCCXXXI.

 

Bertrand Bischof v. Paderborn (Bertrandus de Arvaffanis) bekennt eidlich angelobt zu haben, alle Verträge zwischen dem Bischofe Johann von d. Hoya und Hermann Gr. v. Everstein halten wollen.  1399. Non. 15.

Ausz. e. Urk. in den notis eriticis zu Schaten annal. ad. an. 1399.

 

CCCCXXXII.

 

Das Domkapital in Paderborn bezeugt, daß Bischof Bertrand vorhin gedachtes eidliche Gelöbniß abgelegt hat. 1399. Nov. 22.

 

ausz. e. Urk. eben daher.

 

CCCCXXXIII.

 

Wilhelm Herzog v. Berg verspricht auf den Fall. daß er vom Pabste die Bestätigung als Bischof v. Paderborn erhalten werde, die Grafschaft Evestein nach dem Aussterben der Grafen dem Stifte Paderborn zu übertragen. 1399.

 

Ausz. aus e. Originale.

CCCCXXXIV.

 

Hermann v. Osen und seine Brüder vertauschen mit dem Kl. Amelungsborn Güter in Eversvorde. 1400. Mai 1.

 

Wy Herman, Hinrick und Gerdt Bröder, geheten van Osen bekennet, — dat wy — hebbet gewesseld eine Kottwort In dem Dorpe tho Euersuorde, dar to dusser tyd oppe wonett R. Vilter denn geistlichen Heren — tho Amelungsborne vor eine andere Kottwort belegene by vnsem Bergkvrede ouer der beke Inn dem süluen Dorpe tho Euersuorde — Vnnd is geschein vnd gedegedinget Inn dem Dorpe tho Bori vor dem Holtdinge Am S. Walborge Dage — na Godesbort 1400.

 

A. e. Amelungsbornschen Urk. B.

 

CCCCXXXV.

 

Moritz Graf v. Speigelberge verspricht dem Herzog Otto v. Braunschw. dem Sohne des Herzogs Otto, daß die Hälfte des Schloßes Everstein, welche der Herzog für 400 rheinische Gulden an Heinrich Herrn zu Homborg verpfändet hatte, nach deßen Tode und wenn sein Nachlaß vielleicht an ihn den Grafen Moritz kommen würde, zurückgegeben werden solle. Für den Grafen Moritz waren Bürgen:  Burchard Edler v. Schonenberg Gerd v. Wetberge Hartung v. Breyncke Ritter, Wulver v. Wallenstede Eckbrecht v. Breyncke Lüder v. Dudinge Dieterich Hacke und Henr. v. Ruschesol Knapen.  1400. Aug. 10.

 

Aus Hofmann’s Var. Saxon. III. (Handschr.)

 

CCCCXXXV a.

 

Hermann Gr. v. Everstein gelobt dem Herz. Adolf zu Berg seinem lieben Schwager 3 Jahre Hülfe zu leisten wider alle deren sie mächtig sind zu Recht. Ausgenommen sind: Wilhelm v. Gülich, Herzog zu Berg, Graf zu Ravensberg, Wilhelm v. d. Berg Bischof zu Paderborn, seine lieben Herren und Schwäger und Heinrich Herr zu Homburg sein lieber Bole. 1401. Sept. 29.

 

Ausz. e. Urk. aus der v. Reddinghovenschen Sammlung in München.

 

CCCCXXXVI.

 

Hermann Graf v. Everstein verpfändet dem Paderbornschen Bischofe Wilhelm die Hälfte seines Theiles des Schloßes Osen.  1402. Aug. 24.

 

Datum per copiam. Wy Hermann Greve van Eversteyn Ermegart sin elike Frowe bekennet — vor uns Otten unser beider Zone de noch dreyrich is unde vor all unse rechten erven gdat wy schuldich synt — twelfhundert rynsche guldene de in unse und unser Herscap van Eversteyn behoff nutliken gekomen synt dem — hern Wyhelme Biscop to Paderborn synen nakomelingen, Capittele und stichte dar wy en to pande vor vorsatt hebbet — unsen deyl half den wy hebbet an dem slote Ozen mit alle den tobehorigen unde rechten desselven deyles bynnen und buten dem slote in Holte — in torve in twige in weide in Herschap gerichten — als dat unser und unser Herschap van Eversteyn is — und hebbet en in ere — were geantwordet de Helfte vorgenant unses deiles des egenanten slotes — und sollen — en des — warschap don — utgesproken dat overste Hus dat wy sollen beholden to unsir behoff. Duk sal unse Here van Paderborne — hebben — den Borchfrede und dat Hus darby, dat de van Sersene buwede mit den Hufen unde stellen, als de ume beplanket weren in der andern borch und wat dar vorder mer is dat soln wy gelike semptliken deilen unde den torn soln wy semptliken hebben waren laten unde gebruken, wechter und hoder des Torns soln wy gelik bekostigen. Vortmer sall unsir eyme des anderen deil open wesen — Duk soln wy unde unse Amptlüde de van unser beider Partye wegen dar synt — borchfrede unde borchhode loven sweren unde verbreven — Vortmer solen alle borchmanne unde Hoder des — slotes Ozen uns to beider siden rechte Huldinge von — unde alle Hode desülven slotes soln wy unde willet uo beiden syden gelike bestellen don unde waren laten. Wolde ock unse Here van Paderborn — este wy — koste leggen unde orlogen mallik van syme deile des Slotes Ozen, so soln wy unser eyn dem andern gude Wissenheit don, eder unse amptlüde van unsir wegene — vor schaden ungevoge. Geschege dan unsir eyme von dem andern jenich schade eder ungevoch de wyle de krich warede, wan dan de gene eder des ghenes amptman, van des wegene de  schade eder ungevoch gescheen wäre, van dem andern dar umme gemanet wörde mit Boden eder mit Breve in sine jedenwordicheit eder an den Portner der slot, dar he wonachtig wäre so solde de ghene van des wegene de schade eder ungevoch gescheen wäre rder des amptman bynnen den neisten verteynnachten na der manige nest volgende in riden in de stad Lüde mit der wissenheit vorgenant de he gedan heft und dar nerlejiger wys ut tokomende de schade unde ungevoch en sy gensliken er orsatet — Were ock dat unse Here van Paderborne — van dem — Stichte queme — eder aflivich würde, de wyle düsse warde, we dan Bisscop eder Vormünder wörde — dem möchte wy Herman Greve Ermengart unse elike Frowe, Otto unser beider Zone eder unse erven — efte we den Poll hedde eyne mand vor vorkündigen umme borghoden unde borgfrede to bestallanden und to bonde. Want de mand umme komen were so solde de uns an borchfrede unde an Borchhode vorwaren in aller mate, alse unse Here van Paderb. gedan habbe — Datum anno dni M CCCCij ipso die Bartholomei apostoli.  Unde wy Wilhelm v. g. g. Bisscop to Paderborne — bekennet — dat wy alle düsse vorscreven stücken und articln gededinget hebbet — mit dem edeln greve hermann van Everstyn Broven Ermegarde van Woldecke siner eliken Husfrowen unde enkennet ouk dat wy nicht mer rechtes enhebbet an dem vorgenanntem Deile des slotes Ozen — dan alse vorscreven is unde hebbet des to kunscap gegeven düssen breff besegelt mit unsem und unser Capittels Ingesegeln. Unde wy Domprovest Domdeken und Vapittel to Paderb. bekennet — dat alle düsse — degedinge und stücke mit unsem rade willen und vullborde gededinget — synt und hebbet des to kunscap unses Capittels grote Ingesegel — an düssen breff laten gehangen. Datum anno dni et die quibus supra.

 

Nach einer von dem Original gemachten Abschrift.

 

CCCCXXXVII.

 

Hermann Graf v. Everstein, und Simon und Bernd Herren zu Lippe schließen eine Erb-Verbrüderung. 1403. Juni 6.

 

Wy Herman greue to Euersten Symon un Berd Heren to der Lippe bekennet in dessem Breue zamentliken vor vns vnde vor vnse eruen dat wy vmme nct vnbederf vnser lant vns vorenet hebbet vnde in eyne erslike Broderscop ghezatet hebbet vn zatet in dessem Breue myt vnsen landen Manschop vn luden ewiliken by eynander to bliuende, were dat vnser greuen Hermanns von Eversteen cn Symons heren to Lippe Eliken vrowen afliuich worden, so enschal vnser twyer vorsneyn meer Elike vrowen nehmen, vn vnse Eliken vrowen de no leuet scholn wy Heren alle vorscer. vredeliken besitten laten malk in orer listucht dar ze mede belistuchet zynt vor gifte desses breues myt namen. vrowen Ermegarde greuinne van Eeuersteen myt Ertelsen on zyner tobehoringhe alse uer dat bezeghelt is. vrowen Ermegard tor Lippe myt brack dem slote myt der Tobehoringhe alse uer dat bezeghelt is. Were ock dat wy Bernd Edele tor Lippe eyneElike vrowe nehmen so vakene alse dat schude so scholn wy heren alle vorscr. dezulue vrowen belistuchten myt eyner mogheliken listucht, so dat ze daran vorwart zy. Ock scholn wy Heren alle vorscr. Jungvrowen Ermegarde tor Lippe beraden myt eynen moghelken Brutschatte. Were auer dat wy Symon vn Bernd vorscr. afliuich worden eer vnse Dochter vn Suster beraden worde so scholde Wy Greue Herman vorscr. der ergenanten Jungfrowen Ermengarde gheuenvan vnsen landen twintich dusent guldene so dat eer de unvortoghet worden. ock scholn wy vorscr. Heren vnse man vn slote vnser eyn dem anderen heldeghen laten de wy hebs bet vn noch kryghen moghet eyne erflike Huldeghinge na vthwisinge desses Breves alse hir na ghescreven is, ock scholn wy heren alle vorgeser. vnser ein des andern zate vn breue holden dar wy vnse Slote vn gude an vorzat hebbet vor giffte desses Breues. Wes re ock dat wy Symon vn Bernd voerscr. afliuich worden one eruen van unsen liuen gheboren vn vnse Herschop alse vorschene an den vorscr. greuen Hermanne, vn he ock nene eruen en hadde van zynen liue gheboren so scholde de vorscr. greue eynen vnser maghe, dar wy one anghewiset hedden eder dar one unse Lande anwiseden oft wy dat voesumeden cnse vorscr. Lande on keren so dat de des vorwart worde dat de vornompten Lande an ene quemen na dode des vorscr. greuen Hermans on de zulue vnse maach scholde den dessulven greuen Hermans frunden gheuen, den he dat hebben wolde dusent lodighe mark Westfelsches zulvers lemescher witte vn Wichte. Ock scholn wy Heren vorscr. vnse leeware kenenmalk alse he vorghedan heft vn malck den anderen dar an vorwaren so dat de leenware zamentliken by vnsen landen bliven. Ock scholn wy vorscr. Heren alle myt vnserveowen vn ghezinde zametliken in eyner koste wesen wor vns dat bequeme is. Were ock dat ienich schelinghe eder twidracht twischen vns vpstunde dat got beware dar hebbe wy twelue nser vrundt toghekoren alse by namen Hern Hartunghe van Vrencke Ritter Bartolde van Nattesunghen hermann van der Borch gherde van Donepe Goswyn  Slingworme Wedekinde van Bresmersen Herman van Stochem Bernde kannen Johanne van dem Rede Hillebrande Cording godschalke Rodewighing vn Johanne Clutemann de scholen vns na oren zymmen vn willen dar gutliken vmme scheden na vnses Landes nvt vn beste vn wo vns de den schedet vn zadet  deme scholn wy alse folghen sunder arghelist. were ock dat der schedes lude welk afliuich worden so dicke alse dat gheuelle welken vnser Heren de vorfallen werde de scholde eynen anderen so guden weder in des doden stelle zetten bynnen eynen Mande dar na. Wanne vns de anderen vnsere schedeslude dar to eschet eder eschen latet sunder vortoch de schal loven vn sweren in aller wys alse de vorfallene voreghedan hadde. Were ock dat desse vorscer. vnse schedeflude vp den benompten dach den my on witlick ghedan hedden nicht al to zamende en quemen so moghen vns de anderen de dar komet vmme den scheel de my on vorkundeghet hedden allike wall schedenvn wo vns den scheden deme scholn wy also folgen alz vorscr. is. Were ock dat vnsvn vnsen landen vede ofte vnwille wederstunde des scholn wy vn wyllen vnser eyn by dem anderen truweliken bliuen vn wy vorscr. Heren scholet vn dit vn alle stucke vnser eyn dem anderen truweliken vn ghelofliken to dem besten keren vn holden sunder arghelist vn wy Hermann greue to Eversteen Symon vn Bernd heren to der Lippe vorscr. louet alle desse vorscr. article vn eynen jewiliken bysunderen vnser eyn dem anderen vor vns vnd vor vnse Eruen an guden truwen vnde hebbet dat myt opgherichteden lifliken vingheren gestaueder eyde to den hilghen ghesworen vn sweret ed stede vn vast to holdene sunder arghelist vnde hebbet des to thuge vnse Inghezegghele an dessen Breff don hanghen. datum anno dni M° CCCC° IIj° feria quarta pentecostes.

Nach einer vom Originale genommenen Abschrift.

 
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